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Waltraud Froihofer und Walter Sommersguter bewirtschaften den seit dem Jahr 1527 im Familienbesitz befindlichen Bergbauernhof, den Froihof, in der 22. Generation. Rinder, Schafe, Ziegen und Hühner sorgen für Buntheit am Hof, der auf 960-1200m Seehöhe in der waldreichen Landschaft der Fischbacher Alpen im Nordosten der Steiermark - eine Region, die der Schriftsteller Peter Rosegger seinerzeit als „Waldheimat“ berühmt gemacht hat - liegt. Es ist ein klimatisch eher raues Berggebiet und die Selbstversorgung auf den entlegenen Bauernhöfen mit einer Vielfalt an Gemüsearten schwierig. Neben Erdäpfeln ist es das Weißkraut, dass mit den Gegebenheiten gut zu recht kommt und daher lange Zeit ein wichtiges Grundnahrungsmittel darstellte. Ein Kraut- und ein Erdapfelacker war bis vor wenigen Jahrzehnten noch Fixbestandteil eines jeden Hofes.






Um das Kraut möglichst lange haltbar zu machen, wurde eine spezielle handwerkliche Technik entwickelt: Man machte Grubenkaut - steirisch „Ohlakraut“ - daraus. „Ohla“ ist die Dialektbezeichnung für „Krautgrube“. Anfang der 1970er Jahre gab es im Bereich Fischbach und Umgebung allerdings nur noch vereinzelt aktivierte Krautgruben, bis sie schließlich ganz verschwanden. Seit 2008 wird nun am Froihof wieder Grubenkraut in der alten überlieferten Form hergestellt.




Grubenkraut ist eine Konservierungsart, die ohne jegliche Zusätze und ohne Salz auskommt.  Entscheidend ist die handwerkliche Technik. Dabei werden die Krautköpfe gleich nach der Ernte in einem Eisenkessel über offenem Feuer blanchiert, anschließend an der Sonne kurz getrocknet und dann in eine mit Holz oder Mauerwerk ausgekleidete vier Meter tiefe Erdgrube geschlichtet. Mit Stroh wird abgedichtet. Alle Arbeitsschritte erfolgen von Hand. Nach mindestens fünf Monaten ist das sehr langsam milchsauer vergorene Grubenkraut reif für den Genuss. Es ist sehr zart und fein im Geschmack, hat kaum Säure und ist sehr bekömmlich.





 
 
 
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